„Residenzen und Residenzschlösser in Hohenlohe-Franken“

Bericht von der Herbstausfahrt des Vereins

 

Unter Leitung von Harald Graß starteten am 21.09. zahlreiche interessierte Kunstfreunde im Reisebus nach Hohenlohe-Franken, um dort einige Residenzen und Residenzschlösser kennenzulernen. Nach einem zweiten Frühstück am Bus war die erste Station die Residenzstadt Öhringen mit Führung zum Schloss, Hofgarten, Stiftskirche und Karlsvorstadt. Nächstes Ziel war das Wasserschloss Neuenstein mit Rittersaal und mittelalterlicher Küche. Vorbei am Jagdschloss Friedrichsruhe, Schloss Hermersberg (Wohnsitz von Reinhold Würth), durch Ingelfingen (mit Schloss und Muschelkalkmuseum) ging’s zum Mittagessen ins „Scheierle“, ein uriges Lokal in Ingelfingen-Belsenberg.  Nächstes Ziel waren die alte Dorfkirche von Bächlingen mit neu restaurierten Fresken im Chor und die bekannte Residenzstadt Langenburg. Letzte Station war das „Mysterium“ von Unterregenbach an der Jagst nahe Langenburg, mit Funden, die auf drei sehr alte Kirchen schließen lassen. 

Die Heimfahrt über die Autobahn verlief reibungslos. In Schönaich wurden wir in der mit Sonnenblumen schön geschmückten Museumsscheuer von freundlichen Damen des Heimatvereins zu einem Abendimbiss mit Leberkäse aus dem Backofen und einer vegetarischen Alternative (Maultaschen), gutem grünem und echt schwäbischem Kartoffelsalat sowie ausgezeichnetem Brot erwartet. Damit fand ein ereignisreicher Tag  

einen würdigen Abschluss.

Das Entengassenfest 2019
Die "Generalmanagerin" für den Beitrag des Schönaicher Kunstvereins zum diesjägrigen Entengassenfest, Ellen Risse, scheute keine Mühe, alles zum Laufen zu bringen und mit dem Einsatz ihrer Mannschaft einen großen Erfolg zu erzielen! Obwohl keine Melonen angeboten wurden - hohe Auflagen des Wirtschaftskontrolldienstes - liefen die Geschäfte gut! Das ist vor allem auch dem flotten Service der eingeschworenen Teams zu verdanken: frische Waffeln in Variationen, je nach Wunsch! Fast 500 Eier und ein halber Zentner Mehl wurde für die Waffeln verbacken und für die Gebrannten Mandelnn 12 kg Rohware verarbeitet!
 
Zwar kommt der Erlös am Ende in einen gemeinsamen Topf, doch freuen sich die Helferteams über ein gutes Ergebnis! Das Schönste aber sind die Begegnungen mit Jung und Alt! Im Namen des Vorstands dankt Sigrid Stopper allen fleißigen Helfern!

Kunsttag in Stuttgart am 4. Juli 2019

Einen interessanten Tag konnten die Teilnehmer am Kunsttag, angeboten vom Förderkreis Kunst Schönaich, erleben.

Bereits am Vormittag startete eine Gruppe per S-Bahn nach Stuttgart zum Hegel-Haus,

dann zur Mittagseikehr in die Alte Kanzlei und anschließend weiter zur Staatsgalerie.

Die Kunsthistorikerin Mirja Kinzler konnte unter optimalen Bedingungen durch die von dem renommierten Kunsthistoriker Götz Adriani kuratierte Ausstellung führen. 

 

Baselitz, Richter, Polke und Kiefer. Vier Namen aus Deutschland, die in der ganzen Welt bekannt sind. Der Fokus der Ausstellung liegt auf den 1960er-Jahren. Rund 100 Werke zeigen, wie sich die Künstler in ihren frühen Arbeiten mit einer Zeit auseinandersetzen, die geprägt war von Herausforderungen und Umbrüchen, Utopien und Neuorien- tierungen, Macht und Protest.

Ausklingen ließen die Kunstfreunde diesen herrlichen, interessanten Tag bei einem kühlen Getränk auf der Terrasse des Plenum im Landtag mit Blick auf den Park und Eckensee.

 

 

 

 

Frühjahrsausfahrt, ein gelungener Ausflug zum Bodensee mit Harald Graß

 

Der erste Halt bei unserer diesjährigen Frühjahrsausfahrt galt dem Museum Art and Cars, kurz MAC. Bereits die Anlehnung der Architektur des Museumsgebäudes an die geschwungene Form des burgtragenden Hohentwiel beeindruckte die Schönaicher Kunstfreunde, die gerne dem eloquenten, weiß behandschuhten Führer entlang der edlen gepflegten Oldtimer folgten! Für manch einen Kunstliebhaber waren jedoch die Bilder an den Wänden, sogar der Film aus der guten alten Zeit des Automobils, interessanter!

Mit dem Besuch des Rathauses ging ein Wunsch unseres lieben Harald Graß in Erfüllung – er hatte für die Führung zu den Wandmalereien von Otto Dix im Rathaus der Stadt eine Kunsthistorikerin gewinnen können!

 

Der Nachmittag gehörte dem Forum Würth in Rorschach, ein nach einem Architekturwettbewerb gestalteter Bau. Er bietet wunderbare Ausblicke auf den Bodensee und genügend Raum für Einblicke in die Ausstellungstätigkeit des großzügigen Kunstmäzens Reinhold Würth! Drei Ausstellungen konnten die Schönaicher Kunstfreunde betrachten: „Literatur kann man sehen: Enzensberger, Graß, Hesse“, „Von Kopf bis Fuß – Menschenbilder im Fokus der Sammlung Würth“ und „Tomi Ungerer, Zeichnungen, Collagen und Objektkunst aus der Sammlung Würth“. Für den Skulpturenpark blieb etwas wenig Zeit – Grund genug, einmal wieder hierher zu kommen, zu diesem wunderschön gelegenen Platz am Schweizerischen Bodenseeufer.  rb

 Vernissage zur Herbstaustellung 2018

 

Am vergangenen Sonntag, 04. 11. 2018, wurde im Schönaicher Rathaus die Herbstausstellung eröffnet. Sigrid Stopper, die Vorsitzende des Förderkreises Kunst, begrüßte die Künstler, die zahlreichen Besucher, die Ehrenvorsitzende Rose Barth sowie das Ehrenmitglied Dieter Woiwode mit Frau. Sie stellte auch die Musiker Albrecht Volz (Marimba und Djembe) und Henrik Herrmann, mehrfacher Preisträger von "Jugend musiziert" (Marimba und Vibraphon) vor, die die Veranstaltung durch ihre vielfältigen Beiträge aus Jazz und Klassik bereicherten. 

Die Einführung in die Herbstausstellung übernahm Dr. Günter Baumann. Er wies darauf hin, dass alle drei Künstler - Ines Scheppach, Klaus-Dieter Schmidt und Birgit Rehfeldt - Absolventen der Staatlichen Akademie Der Bildenden Künste in Stuttgart sind. Jeder der drei Künstler hat seine eigene Handschrift und setzt "Realität" in seine Bildsprache um. Ines Scheppach, ist nach Baumanns Ausführungen mit ihren oft phantastischen Motiiven aus Traum und Mythen von der Wirklichkeit am weitesten entfernt. Für ihre gezeichneten Bilder verwendet sie Farb- und eine Vielfalt unterschiedlicher Bleistifte und setzt Schicht auf Schicht, wodurch sie subtile Abstufungen erreicht.

 Klaus Dieter Schmidts gezeigte Malerei weist einen realen Hintergrund auf. Er fertigt während seiner Reisen Skizzen an, aus denen er im Atelier mit Tusche, Gouachen, Mischtechniken, Acryl - seine Bilder gestaltet wie Ansichten von Gebirgsmassiven oder Straßenszenen aus Indien. Andererseits die grafisch gehaltenen Bilder von den Steinbrüchen in Carara

Birgit Rehfeldt betrachtet sich als Bild-Hauerin im eigentlichen Sinn. Sie "schält" Bilder aus heimischen Hölzern, aber auch Marmor und Alabaster und hat weniger Spielräume. Sie arbeitet mit der Figur, dem Menschen als Fundament der Welt. Ihre dreidimensionalen Werke zeigen oft humorvolle Aspekte und entfalten ihre eigene Wirkung. 

Bürgermeister Dr. Schamburek, bedankte sich in seiner Ansprache für die Ausstellung, die er jeden Tag im Rathaus genießen darf, besonders bei Frau Stopper, den Künstlern, Musikern, Herrn Dr. Baumann sowie allen Beteiligten und wünschte den Anwesenden einen "großartigen Kunstgenuss". 

Frau Stopper dankte dem Bürgermeister für sein Kommen und für die Gastfreundschaft im Rathaus und ebenfalls allen am Aufbau der Ausstellung sowie an der Gestaltung der Vernissage beteiligten Personen. Sie wies auch auf die weiteren Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung hin. Zum Abschluß erklärte sie die Ausstellung für eröffnet und lud zu einem Rundgang ein, zu einer kleinen Stärkung im Zwischengeschoss und wünschte gute Gespräche!

wg/hg-gfh                             Bilder vergrößern durch anklicken

Herbstausfahrt nach Nördlingen und Neresheim

Die diesjährige Herbstausfahrt des Förderkreises Kunst Schönaich e.V. fand am Samstag, 06. 10., unter der Leitung von Harald Graß statt und führte nach Nördlingen und Neresheim.  Durchs Nördlinger Ries erreichten wir Nördlingen, die alte Reichstadt an der Romantischen Straße. Wir erkundeten die Stadt in zwei Gruppen: die rundum original erhaltene begehbare Stadtmauer von 2,7 km Länge mit ihren fünf Eingangstoren, das Gerberviertel mit den alten Handwerkerhäusern, das Spital, das alte Rathaus ("Steinhaus") und manchen anderen malerischen Winkel. Die Führungen endeten an der St. Georgs-Kirche, die als eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen Süddeutschlands gilt. 

Nach der Mittagspause steuerten wir das zweite Ziel, die Abtei Neresheim, an. Zuerst besichtigten wir die von dem berühmten Baumeister Balthasar Neumann entworfene Klosterkirche, die zu den bedeutendsten Kirchenbauten des Spätbarocks zählt. Die sieben Kuppeln wurden von Martin Knoller ausdrucksvoll gestaltet; sie werden von manchen Kunsthistorikern als "Sternstunde abendländischer Freskenmalerei" bezeichnet. Bei einem Orgelkonzert mit Werken von J. S. Bach ließen wir dieses imposante Gebäude auf uns wirken. Für die anschließende Besichtigung des von Dominikus Zimmermann, einem anderen berühmten Baumeister dieser Zeit, gestalteten Festsaals mussten wieder viele Stufen erklommen werden. Die Mühe lohnte sich, denn neben den einmaligen Stuckarbeiten an der Decke und an den Wänden sowie dem aus Solnhofer Schiefer gestalteten Fußboden bot sich von hier oben ein traumhafter Blick über das herbstliche Härtsfeld. Das Museum selbst zeigt zahlreiche Anschauungsmaterialien aus der Zeit, als die Mönche mit ihrer Klosterschule als Bildungszentrum in dieser Region fungierten.

 

Der Abschluss fand bei gutem Essen, Trinken und kurzweiliger Unterhaltung in der "Alten Schreinerei" bei Fam. Marquardt in Weil im Schönbuch statt.

Entengassenfest

Wieder einmal traf man sich zum Fest in der Entengasse.

Die freundlichen Gesichter der unermüdlichen Helfer vom Standdienst spiegeln die Begeisterung wider, den Standbesuchern die heißgeliebten Waffeln in Variationen zu reichen und auch die sehr begehrten frisch gebrannten Mandeln anzubieten. So fand das Angebot unseres Vereins großen Anklang. Voraussetzung ist allemal der unermüdliche Einsatz aller Beteiligten. Dafür sei ihnen allen herzlicher Dank gesagt! Großer Dank gebührt auch unseren Gastgebern, der lieben Familie Bischof! 

Eröffnung der Frühjahrsausstellung bei strahlendem Sonnenschein

 

Wolfgang Ruß von der Schönaicher Musikschule machte mit seiner Jazzcombo den schwungvollen Anfang. Bürgermeister Schamburek sprach in seiner Begrüßung von den verschiedenen Arten des Schaffens auch vom Kunstschaffen auch von den fleißigen Schaffern des Schönaicher Kunstvereins! Vorstandsmitglied Dr. Karoline Danz begrüßte die Gäst im Namen des Vereins.

 

Die Einführungsrednerin Irene Ferchl freute sich über die zahlreichen Besucher der großen Einzelausstellung „Horst Peter Schlotter, Bilder, Objekte, Skulpturen“ im schönen Schönaicher Rathaus! Bei ihrem geistigen Rundgang durch die vielseitige Ausstellung begann Frau Ferchl bei dem großformatigen »Gefäßpaar«, bekannt von der Einladung und vom Plakat, als einem typischen Objekt, malt der Künstler doch gerne Gefäße aller Art. Nicht nur bei diesem Bild findet sich das für den Künstler typische „Schlotterblau“, bekannt als Ultramarin!

 

Nach der Einladung durch Sigrid Stopper vom Förderkreis Kunst zur kleinen Stärkung im Zwischengeschoss ergaben sich viele zwanglose Gespräche unter den Kunstfreunden. R.B.

Weihnachtsausfahrt 2017

 

Am 9.Dezember 2017 fand die inzwischen schon zur Tradition gewordene Weihnachtsausfahrt des Förderkreises Kunst Schönaich unter Leitung von Harald Graß nach Hohenlohe statt. Vor unserem ersten Etappenziel - dem Carmen-Würth-Forum in Künzelsau-Gaisbach - stärkten wir uns mit Gebäck und einem Kaffee! Das Gebäude mit einem edlen Konzertsaal für 650 Personen und einer Tagungshalle für ca. 2500 Besucher konnten wir leider nicht besichtigen, dafür führten uns Frau Dr. Elsen-Schwedler und Frau Angelmaier durch den das Forum umgebenden Skulpturenpark mit Werken von weltbekannten Künstlern wie Baselitz, Caro und Chilida;

 

Die Führerinnen erwarteten uns danach schon in der ca. 1 km entfernten Konzernzentrale des Global Players Würth mit integriertem Museum und erläuterten uns kompetent und eloquent die Ausstellung "HAP Grieshaber und der Holzschnitt" mit Werken aus der Sammlung Würth und Leihgaben, die einen Querschnitt durch das gesamte Schaffen des Künstlers zeigt mit den Schwerpunkten Osterritt (Schwäbische Alb), politisch inspirierte Arbeiten und Plakate des engagierten Friedens- und Umweltaktivisten der ersten Stunde und 40 Totentanzmotive, die einem das "memento mori" drastisch vor Augen führten.

 

In der Mittagspause besuchten wir einen der ältesten und schönsten Weihnachtsmärkte Hohenlohes im Bereich des Schlosses in Kirchberg/Jagst. Wer das Bedürfnis nach weiterer Kunst hatte, konnte in der ehemaligen barocken Stadtkirche, die nach einem Brand 1929 in dem für Kirchen seltenen Art-decor-Stil neu gestaltet worden war, eine bemerkenswerte "Ansbacher Wand" bewundern.

 

Die Fahrt nach Schwäbisch Hall führte uns zu der Ausstellung "Verborgene Schätze aus Wien" - Meisterwerke von Dürer, Botticelli, Rembrandt, Rubens, Amerling, Klimt, Hundertwasser u.a. Diese Kunstsammlung der Akademie der bildenden Künste Wien umfasst Meisterwerke aus sechs Jahrhunderten und ist derzeit zu Gast in der Kunsthalle Würth. Wir wurden von "unseren" Kunsthistorikerinnen durch die nach Themen geordnete Ausstellung geführt und an ausgesuchten Exponaten auf die Besonderheiten der jeweiligen Kunstepoche hingewiesen. Auf den weiteren umfangreichen Teil der Sammlung musste wegen der Fülle der Exponate verzichtet werden.

 

Dieser schöne und beeindruckende Tag fand seinen gemütlichen Ausklang bei gutem Essen und Wein in "Frieders Weinstube" in Obersulm-Sülzbach, die zum bekannten Weingut Heinrich gehört.

"Schon wieder Hohenlohe" hat sich gelohnt!

Ein herzliches Dankeschön dem Fahrtenleiter und der Mitorganisatorin Rose Barth!

Herbstausstellung 2017

In der  „Kontraste“ benannten Herbstausstellung im Rathaus sind von Klaus Kugler eine „Welt der Bilder“, von Olivier Kugler „Bilder der Welt“ und Keramische Bildhauerei von Linde Wallner versammelt. Der aus Südmähren stammende, heute in Simmozheim arbeitende Klaus Kugler war bereits 1984 in zwei Ausstellungen beim Förderkreis Kunst vertreten. Auch danach war der zur Neuen Gruppe Sindelfingen gehörende Künstler mehrmals in Schönaich zu sehen. In Erinnerung sind seitdem vor allem seine Arbeiten auf ausgedienten Halbleiterplatten. Kuglers 1970 in Stuttgart geborener Sohn Olivier ist Comiczeichner und Illustrator in London. Seine Zeichnungen nennt er „Illustrationen mit Text im Reportagestil“. Sie sind auch in namhaften Zeitungen veröffentlicht. Die in Herrenberg lebende Linde Wallner, Herausgeberin eines Handbuchs für Keramik und eine Zeit lang auch Vorsitzende des Böblinger Kunstvereins, zeigt zum ersten Mal ihre Arbeiten in Schönaich. Es sind keramische Objekte mit glasierten, teils auch unbehandelten Oberflächen, oft in leuchtender Farbigkeit.

 

Die künstlerischen Entwicklungslinien der drei Künstler und ihre unterschiedliche Ausdrucksweise zeichnete Dr. Julia Wallner, seit vier Jahren  Leiterin des Georg Kolbe Museums Berlin, kenntnisreich und einfühlsam nach. Als Maler, Zeichner und Grafiker beeindrucke Klaus Kugler durch seine Präzision und Beharrlichkeit, die in den ausgestellten Werken aus 30 Jahren zu erkennen ist. Im Gegensatz zu dessen „Phantastischem Realismus“ erfasse Olivier Kugler die reale Welt, so wie sie ist, nicht wertend, mit präzisem Strich. Beide haben das Bild des Menschen im Blick. Der Werkstoff für die Gefäße und bildhauerischen Arbeiten von Linde Wallner ist Ton, teils mit farbiger Glasur, teils ungebrannt – Terrakotta, damit weit in die Menschheitsgeschichte reichend und in tiefere Schichten gehend, wobei es immer ein Außen und Innen gäbe, sagt Juli Wallner von ihrer Mutter.

 

Den musikalischen Auftakt zu diesem Markstein in  der Geschichte des Förderkreises Kunst gab das  Frauenvokalensemble „Huachiri Sandals“ der Musikschule Schönaich unter Leitung von Susanne Komorowski mit fünf Volksweisen, mit denen auch die Rose besungen wurde. Großer Beifall für alles!                                    

                                                                                                                                       D. W.

Bundesverdienstkreuz für Rose Barth

 

Dass die Eröffnung der Herbstausstellung 2017 des Förderkreises Kunst am Sonntagmorgen zu etwas Besonderem werden würde, hatte sich in Schönaich schnell herumgesprochen. So konnte  Bürgermeister Tobias Heizmann im überfüllten Rathaus-Foyer zahlreiche Kunstfreunde und Gäste begrüßen. In über 40 Jahren sei der reine Zweckbau des Rathauses zu einer Kunstgalerie der Gemeinde geworden. Zu danken sei dies vor allem  Rose Barth, der Begründerin, langjährigen Ersten und heutigen Ehrenvorsitzenden des Förderkreises Kunst. Nach der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg und dem Ehrenamtspreis der Gemeinde erhalte sie im heutigen Festakt eine der höchsten Auszeichnungen. Extra aus Stuttgart war dazu Staatssekretärin Petra Olschowski vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gekommen, um ihr das auf Vorschlag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Ende des vorigen Jahres noch von Bundespräsident Joachim Gauck verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland  zu überreichen. In ihrer Laudatio erklärte die Staatssekretärin, die Liebe zur Kunst und ihre Freude, diese Begeisterung an andere weiterzugeben, sei für Rose Barth eine Herzensangelegenheit geworden. Sie habe sich zur Aufgabe gemacht, der Kunst in ihrer Heimatgemeinde ein breites Forum zu schaffen.

 

Von Anfang an galt das Augenmerk von Rose Barth auch der künstlerischen Förderung von Kindern und Jugendlichen. Mit einer „Malschule“ fing sie, selbst Kunstpädagogin, an. Im Jahr 1988 konnte sie sich ihren großen Wunsch erfüllen: die Gründung einer eigenständigen Kunst- und Werkschule. Über zwei Jahrzehnte blieb der Förderkreis Kunst Träger dieser über den Ort hinaus erfolgreichen Kinder- und Jugendförderung. Damit sei etwas Außergewöhnliches für die Gemeinde geschaffen worden, stellte Staatssekretärin Olschowski fest. Sie wies darauf hin, dass das Bundesverdienstkreuz von Theodor Heuss als Symbol für die Begeisterung von einer Sache gestiftet wurde. Diese habe mit Rose Barth ein Gesicht bekommen. „Wir brauchen Menschen wie Sie“, schloss die Staatssekretärin, die bis zu ihrer Ernennung Rektorin der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart war, wo ja viele der in Schönaich im Laufe der Jahre ausgestellten Künstler ihre Ausbildung erhalten hatten.

 

Ziel der Herbstausfahrt war in diesem Jahr Biberach an der Riss.

 

Über die landschaftlich reizvolle Schwäbische Alb an Urach vorbei ging es zur ehemaligen Freien Reichsstadt in Oberschwaben. Das Besondere an dieser Kunstfahrt war die Führung und Begleitung des Stuttgarter Malers Michael Lesehr, der in Biberach aufgewachsen war. Er war glücklich, den Schönaicher Kunstfreunden „seine Stadt“ zu zeigen. Und dies tat er mit gerne, ja, er sprühte vor Begeisterung!

Der Rundgang begann in der barockisierten Stadtpfarrkirche St. Martin mit kompetenten Ausführungen zu dieser seit alters ökumenisch genutzten Kirche. Danach führte Herr Lesehr - aufgelockert durch zahlreiche Anekdoten aus seiner Jugendzeit - durch die Stadt mit reicher Vergangenheit, in der sich viele sehenswerte historische Gebäude befinden. Stationen waren u.a. das alte und das neue Rathaus, der Marktplatz mit dem Marktbrunnen und dem von Peter Lenk gestalteten „Wieland-Esel“ mit Bezug zu Rechtshändeln im Allgemeinen und speziell zu einem Prozess, der einst in Biberach die Gemüter erregt hatte.

 

Von einem der ältesten Kleinbürgerhäuser Süddeutschlands von ca. 1313 in der Zeughausgasse 4 ging es weiter zum Holzmarkt am Kapellenplatz, zum Ochsenhäuser Hof, in dem sich früher das von Herrn Lesehr besuchte Wieland-Gymnasium befand, und letztendlich zum Weberberg und zum samstäglich reich beschickten Marktplatz. Zur Ruhe kamen die Kunstfreunde bei einem eigens für sie bestellten Orgelkonzert in der Stadtkirche.

 

Der Nachmittag stand im Zeichen der Museumsbesuche, zunächst des Wieland`schen Gartenhauses und danach des Städtischen Museums mit Werken von Anton Braith und Christian Mali sowie von Jakob Bräckle. Erstaunlicherweise besitzt das Museum auch bedeutende Werke von Ernst Ludwig Kirchner! Dazu kamen noch Besonderheiten wie einige interessante Goldschmiedearbeiten, darunter eine kostbare Arbeit des renommierten, im Barock lebenden Goldschmieds Dinglinger, der die besondere Wertschätzung von August dem Starken genoss und von dem eine Nachfahrin, ein Mitglied unseres Vereins, zu unserem Teilnehmerkreis gehörte. Voller Stolz machte Herr Lesehr noch auf ein Selbstbildnis seiner Mutter und eine Skulptur seines Vaters ("Judaskuss") aufmerksam.

Die Heimfahrt führte auf einer anderen schönen und interessanten Strecke wieder über die Schwäbische Alb an Zwiefalten und am Lichtenstein vorbei. Nach einem erlebnisreichen Tag saßen die Kunstfreunde noch gerne bei einem gemütlichen Abendessen in heimatlichen Gefilden zusammen.

Frühjahrsausstellung 2017

 

Am Sonntag 12. März um 11.15 Uhr wurde im Rathaus Schönaich  bei schönstem Wetter die Frühjahrsausstellung eröffnet. Sie läuft unter dem Motto:                                                                                                                Die Leichtigkeit der Farbe

 

                      Folgende Künstler zeigen noch bis zum 2. April 2017 ihre Exponate.

 

Roswitha Enzmann
Gyjho Frank
Erika Hart
Waltraud Schwarz
Joachim Wörner

 

Bürgermeister Tobias Heizmann und
Dr. Hans-Jörg Bühler, Förderkreis Kunst 

 

begrüßten die zahlreich erschienen Gäste

 

Die Künstler wurden von Frau Laurence Schneider vorgestellt.

 


Es spielte das „Trio d´anches plus“, das
Holzbläserquartett des Musikverein Schönaich

 

Der Förderkreis Kunst Schönaich hat einen neuen Vorstand!

Herr Dr. Hans-Jörg Bühler freut sich auf seine Arbeit für den Förderkreis Kunst Schönaich! Er stellte sich bei der Jahresmitgliederversammlung am 21.

März 2016 zur Wahl und wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden  gewählt! Auf dem Foto hält er das neue Jahresprogramm in der Hand. Herr Bühler stellt sich der Herausforderung und freut sich auf die neue Aufgabe! Unterstützt wird er vom gesamten Vorstand, darunter selbstverständlich von seiner Vorgängerin, Frau Barth, die ihn gerne in sein neues Amt einführt. Darüber hinaus wird Frau Barth auch einige der Aufgaben von Dieter Woiwode übernehmen. Bedingt durch Wegzug, gab Herr Woiwode sein Vorstandsamt ab. Er hinterlässt eine schmerzliche Lücke, denn seine Tätigkeit für den Verein war sehr erfolgreich! Es bleibt zu hoffen, dass er und seine Frau weiterhin mit auf Kunstfahrt gehen und wir dann wieder seine geschätzten Berichte im Mitteilungsblatt lesen können! 

Eröffnung der Frühjahrsausstellung des Förderkreises Kunst, 20.03.2016

Eine Malerin, ein Maler, ein Bildhauer und Namen, die in der 40jährigen Geschichte der Ausstellungen des Förderkreises Kunst noch nicht vorkamen: Almut und Ludwig Quaas und Thomas Matt. Also der erste Auftritt im Schönaicher Rathaus. Die Kurzbiographie von Almut Quaas verzeichnet ein Studium von Romanistik, Anglistik und Kunstgeschichte in Berlin, Genf, Chicago und Freiburg, verheiratet, vier Kinder. Ludwig Quaas studierte Evangelische Theologie und Humanmedizin, 1993 Professur, war bis 2010 Chefarzt am Diakoniekrankenhaus in Freiburg. Kunstunterricht hatte er in der Schule und an der Akademie in Düsseldorf. Sagt, er sei Autodidakt, seine Malerei aber  kein Altershobby. Ist Ehemann von Almut. Thomas Matt erlebte seine Kindheit auf einem Bauernhof im Schwarzwald, studierte Kunst an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg, ist freischaffender Bildhauer und Kunsterzieher. Lebt in der Nähe des Feldbergs. So vielfältig diese Leben, so vielfältig die Kunst, die man am Sonntagmorgen bei der Vernissage mit  diesen drei Künstlern aus dem Badischen  erleben konnte.

  Bürgermeister Tobias Heizmann begrüßte die wieder zahlreich erschienenen Besucher mit der Feststellung, mit der diesjährigen Frühjahrsausstellung habe das fünfte Jahrzehnt der Ausstellungen des Förderkreises Kunst im Rathaus begonnen. Seit jetzt über 40 Jahren gelänge dem Förderkreis Kunst mit seinen regelmäßig zweimal im Jahr stattfindenden wunderbaren Ausstellungen ein perfekter Auftritt. Er dankte den Schönaicher Ausstellungsmachern für die hohe Qualität und ihr großes Engagement.

  Die Vorsitzende des Förderkreises Kunst, Rose Barth, erklärte, es sei schwierig gewesen, aus den äußerst vielseitigen Arbeiten des Künstlerpaares Quaas eine Auswahl zu treffen. In die ausgestellten Arbeiten der drei Künstler führte dann mit großer Detailkenntnis wieder die Kunsthistoriker Dr. Karoline Danz ein. Den musikalischen Auftakt an diesem Frühlingsmorgen im voll besetzten Rathaus Foyer gab die Vocal GmbH der Musikschule Schönaich unter der Leitung von Susanne Komorowski mit dem Volkslied „So treiben wir den Winter aus“, „Sweet Dreams“, dem Song „Weit, weit weg“  und dem bosnischen Volkslied „Crven fesić“. Großer begeisterter Beifall!                                  D. W.  

 

Frederica Steißlinger gab uns die Ehre! Am 17.02.2016

Eine seltene Gelegenheit hatten Mitglieder und Freunde unseres Vereins am vergangenen Mittwoch wahrgenommen. Sie folgten einer Kennerin des Werkes von Fritz Steißlinger, wie es keine zweite gibt. Frederica Steißlinger widmet Ihr Leben dem Erhalt des Lebenswerkes Ihres Schwiegervaters ebenso wie auch dessen weiteren Bekanntwerdens. Die meisten Kunstinteressierten im Stuttgarter Raum haben Kenntnis von dem malerischen Werk des Künstlers, wurde dieses doch in Abständen immer wieder gezeigt. Neu, vor allem in dieser Fülle, ist aber das Werk des Porträtisten Fritz Steißlinger in der Ausstellung im zweiten Obergeschoss der Böblinger Zehntscheuer! Ausgestellt sind einerseits die Gemälde und Zeichnungen, andererseits die plastischen Arbeiten, allen voran die Köpfe der drei Künstlersöhne, die am Eingang der Ausstellung einen prominenten Platz erhalten haben.

Etwas abseits, aber dennoch exquisit in einer Vitrine ganz solo, findet sich eine Tonplastik des Kopfes der nach sechs Jahrzehnten wichtigsten Propagandistin des Künstlers, eben von Frederica Steißlinger, ein fröhlicher, liebevoll gestalteter Kopf!

Unter den bekannteren Portraits wie demjenigen von Theodor Heuss oder Max Liebermann findet der Besucher auch das Bildnis eines Böblinger Bürgermeisters der 30er Jahre, ein wertvoller, unerwarteter Fund im Zusammenhang mit dieser bemerkenswerten Ausstellung.

Mit vielen Geschichten aus dem Leben der Großfamilie Steißlinger, stets in Verbindung mit den Exponaten, würzte unsere Führerin ihren Gang durch eine Ausstellung, wie es sie bisher noch nicht gab und wahrscheinlich in dieser Zusammenstellung nach dem Abbau am 7. März auch nicht mehr zu sehen sein wird.                                                                          R.B.

 

 

40 Jahre Kunstausstellungen im Rathaus Schönaich

Festlicher Abend im Rathaus

 

Die literarisch-musikalische Soirée zum Jubiläum „40 Jahre Kunstausstellungen im Rathaus“ eröffnete Rose Barth mit der Feststellung: 2015 – Was für ein Jahr der Jubiläen: 5 Jahre Schauwerk Sindelfingen – 10 Jahre Museum Ritter in Waldenbuch – und 40 Jahre Ausstellungen des Förderkreises Kunst hier im Rathaus! Deshalb gibt es jetzt eine Chronik von allen im Laufe von 40 Jahren gezeigten Ausstellungen (Lesen Sie dazu auch unter „Kulturelles“). Bei der Vorstellung der Chronik am Sonntagabend im vollbesetzten Rathaus-Foyer ging Rose Barth besonders auf die Grußworte ein. Neben dem des kunstinteressierten Landrats Roland Bernhard sind es vor allem die der Hausherren im Rathaus: von Altbürgermeister Axel Hepfer, der von Anfang an zur Ausstellungstätigkeit im Rathaus positiv eingestellt gewesen sei, ebenso sein Nachfolger im Amt, Franz Grupp, genauso wie unser jetziger Bürgermeister, Tobias Heizmann, der an diesem Abend anwesend war. Ein schönes Grußwort habe man auch von Professor Roland Ostertag, dem Architekten des inzwischen denkmalgeschützten Rathausgebäudes, erhalten. Auch er ein Gast an diesem Abend.

 

40 Jahre Kunst in Schönaich sind auch 40 Jahre Rose Barth. Sigrid Stopper, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, dankte ihr für 40 Jahre unermüdlichen Einsatz für die Kunst in Schönaich. Mit der Gründung des Kunstkreises 1975 hätten Rose und Ulrich Barth zusammen mit dem Ehepaar Keppler einen wertvollen Beitrag für das kulturelle Leben in Schönaich geleistet. Der 1983 dann gegründete Förderkreis Kunst habe das Programm fortgesetzt und mit Kunstreisen, Galerie- und Museumsbesuchen und besonders mit der 1988 gegründeten Kunst- und Werkschule erweitert. Dem Dank für das Ehepaar Barth wurde mit einem speziell ausgesuchten Geschenkgutschein und einem großen Rosenstrauß für Frau Keppler unter großem Beifall Ausdruck verliehen.

 

Einen fulminanten Auftakt des künstlerischen Teils des Festabends machte der Schauspieler Mario Freivogel mit einer Szene aus Skakespeares „Wie es euch gefällt“. Er sprang ausdrucksvoll von Figur zu Figur, vom Kind und Jüngling, vom Verliebten, Soldaten und Richter bis zum Greis. So ging es in unterschiedlichen Rollen weiter: vom „Erleuchteten Kyogen“ und dem „Tor zum Paradies“ – beides japanische Weisheiten – über indisch Tiefsinniges, Bedenkenswertes vom Pater Anselm Grün und  Heiteres von Ringelnatz. Er spielte vom indischen Philosophen Osho den „Hochstabler“, vom in Riga geborenen Manfred Kyber die „Eintagsfliege“, diskutierte dabei volkswirtschaftliche Belange zwischen Ameise und Käfer, und entließ die gespannt zuhörenden Kunstfreunde mit einer aus Indien stammenden Anleitung, wie man „das Pferd zum Fliegen“ bringt. Das Ganze stand unter dem Motto „Die Einheit allen Seins“ von Khalil Gibran, einem libanesisch-amerikanischen Dichter, Philosophen und – Maler. Dazu und in die Texte integriert das „Trio Amanti della Musica“ mit Willy Freivogel, ehemals Soloflötist des Radiosinfonieorchesters Stuttgart, Rainer Schumacher, Klarinette, und Siegfried Schwab, Gitarre. Von ihm, in der Jazzszene und von Filmmusiken besser bekannt als „Sigi“ Schwab, stammte auch das gesamte musikalische Arrangement mit Kompositionen aus dem Barock bis zu flotten modernen Klängen, vor allem aber seine  „Zwischenspiel“-Kompositionen zum gesprochenen Wort. Großer Beifall am Ende.                                                                                                              D. W.

Herbstausfahrt zum Schloss Fachsenfeld nach Aalen und zum Limes

Eine der ungewöhnlichsten und bezauberndsten Schlossanlagen in Süddeutschland – heißt es von Schloss Fachsenfeld. Das dachte auch Harald Graß, Fahrtenleiter des Förderkreises Kunst und organisierte einen wie immer bestens vorbereiteten Ausflug dorthin quer durchs Kernland der Staufer. Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, die des Ortes bis 1230. Heute ist Fachsenfeld ein etwas außerhalb gelegener Stadtbezirk von Aalen.

Der letzte, bis 1992 dort lebende Schlossherr war Reinhard Freiherr von Koenig-Fachsenfeld. Er brachte das Schloss 1982 in eine Stiftung ein, die es erhalten und Kunst, Technik und Kultur fördern soll. Derzeit tut sie das mit einer Ausstellung „Japanischer Holzschnitt und schwäbischer Impressionismus“.

Vier Generationen lebten seit 1828, ursprünglich nur eine Sommerresidenz, auf dem Schloss. Jede hatte ihren eigenen Geschmack, erklärt der die Schönaicher durchs Schloss führende Historiker  Wolfgang Enke. Das beginnt im Eingang mit Waffen, geht oben weiter durch das Russenzimmer, den Gartensaal, gelben Salon, grünen Salon und so fort bis zur holzvertäfelten Jugendstil-Bibliothek. Das Mobiliar dazu entwarf der vorletzte Baron im Stil des Bauhauses – gut zwei Jahrzehnte bevor dies dann  im Bauhaus in Dessau gemacht wurde.

Hauptanlass für den Ausflug der Schönaicher Kunstfreunde war aber die im Schloss gezeigte Ausstellung über den Einfluss japanischer Holzschnitte auf schwäbische Maler des Impressionismus. In Europa waren Farbholzschnitte aus Japan zum ersten Mal auf den Weltausstellungen in Paris 1862 und 1867 gezeigt worden, erklärt Wolfgang Enke. Sie hatten starken Einfluss auf Maler wie Monet, van Gogh oder Gauguin. In Fachsenfeld sind jetzt 168 der rund 3000 heute in der Staatsgalerie aufgehobenen Grafiken zu sehen, die Franz von Koenig-Fachsenfeld gesammelt hat. Sie sind mit detaillierten handschriftlichen Hinweisen zu deren Erhaltungszustand versehen. Dem steht ein gutes Dutzend schwäbischer Maler mit Landschafts- und Genrebildern gegenüber, von denen die bekanntesten Hermann Pleuer, Christian Landenberger, Otto Reiniger und Heinrich Johann von Zügel sind.        

Nach einer Kaffeepause im Schlosscafé ging es in den 78.000 m² großen Landschaftspark. Sein Reiz liegt nicht nur in den 580 verschiedenen Gehölzen, die man dort findet, sondern auch in seiner Topografie mit einem Höhenunterschied von fast 50 Metern. Schlossführer Enke erwies sich hier als ausgewiesener Botaniker, der beim Gang durch den Park die unterschiedlichen Baumarten anhand von Holztäfelchen vor Augen führte.                                                                                                D. W.

Ausstellung in Bietigheim

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Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.               

Jean Paul

 

Weitere Veranstaltungen in der Ausstellung siehe unter "Aktivitäten"